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RESET

 

Projektnummer: 2019-1-AT01-KA204-051252

Projektlaufzeit:  November 2019 – November 2021
Projektpartner: Volkshochschule Pankow (Deutschland), KMOP – Kentro Merimnas Oikogeneias Kai Paidiou (Griechenland), Centro per lo Sviluppo Creativo Danilo Dolci (Italien), Orient Express – Beratungs-, Bildungs- und Kulturinitiative für Frauen (Österreich), Verein Multikulturell (Österreich)

Projekthintergrund
Basisbildung ist ein Angebot für Menschen, die gesellschaftlich benachteiligt sind. Sie haben vielfältige Formen von Diskriminierung erlebt und blicken nicht selten auf Gewalterfahrungen zurück. Mitunter sind sie auch traumatisiert. Basisbildungskurse sind keine therapeutische Maßnahme, dennoch ist es wünschenswert und sinnvoll, möglichst gut auf die Voraussetzungen und Bedürfnisse der Zielgruppe eingehen zu können.

Projektziele
Das Projekt RESET will Instrumente und Methoden erarbeiten, deren Anwendung die Resilienz der KursteilnehmerInnen fördern kann. Ausgangspunkt sind die fundierten Erfahrungen der in der Basisbildung tätigen Personen und Organisationen, verschränkt mit einer soliden wissenschaftlichen Grundlage. Auf dieser Basis entwickeln die ProjektpartnerInnen Strategien, die TrainerInnen im Kurs einsetzen können und die zur Stressreduktion, zum Aufbau von Selbstachtung und Selbstbewusstsein sowie zur Stärkung der Selbstfürsorge beitragen können. Eine besondere Herausforderung dabei ist es, Methoden zu entwickeln, die für Menschen mit sehr wenig Lernerfahrung und geringen Sprachkenntnissen zugänglich und nutzbar sind. Häufig geht mit diesen Bedingungen auch eine eher schwach ausgeprägte verbale Reflexionsfähigkeit einher, was bedeutet, dass die resilienzfördernden Maßnahmen andere, unmittelbarere Ebenen der Wahrnehmung ansprechen sollten.
Ein weiteres Ziel ist die Stärkung der Resilienz der BasisbildnerInnen. Sie sollen durch Strategien der Selbstsorge dabei unterstützt werden, qualifiziert und einfühlsam mit den TeilnehmerInnen zu arbeiten, ohne dabei eine sekundäre Traumatisierung oder eine so genannte „compassion fatigue“ zu erfahren (Adams et al., 2006).

Das Projekt RESET unterscheidet sehr klar zwischen pädagogischen Ansätzen, die die Resilienz fördern, und psychotherapeutischen Interventionen, die in einem Basisbildungskurs weder möglich noch erstrebenswert wären. Bei der Anwendung von ressourcenorientierten Übungen in der Basisbildung geht es nicht um Traumakonfrontation, sondern um die Stärkung individueller und kollektiver Handlungsspielräume, der Selbstwirksamkeit und der Selbsteinschätzung.

Maßnahmen und Wirkung

  • Es wird eine Publikation erstellt, die alle Interessierten über die Bedeutung von Resilienz im Kontext der Basisbildung informiert und Denkanstöße für einen produktiven Umgang mit den Herausforderungen der Zielgruppe wie Diskriminierung, Gewalt und Trauma gibt.
  • TrainerInnen, BildungsmanagerInnen und relevante InteressenvertreterInnen erhalten psychoedukative Beratung, wie sie durch Bildungsarbeit zur Stressreduktion und Resilienz beitragen können.
  • Im Frühjahr 2021 findet im Verein Multikulturell in Innsbruck ein Training für BasisbildnerInnen statt, zu dem alle Projektpartner je 3 TrainerInnen entsenden.
  • Es wird eine E-Learning-Plattform erstellt, auf der die entwickelten Tools für alle Interessierten frei zugänglich sind.

 

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